Go Green ist angesagt

Datum: 30. Juni 2016



Wie funktionieren eigentlich Wasser, Sonne und Wind? Wie wird grüner Strom hergestellt? Diese Fragen werden neuerdings im Umweltbildungszentrum „Heerser Mühle“ in Bad Salzuflen beantwortet. Die promovierte Biologin Dr. Karla Hartmann hat im Rahmen eines jüngst abgeschlossenen Projekts das Umweltbildungsangebot der Heerser Mühle evaluiert und auf Basis der Ergebnisse sowohl qualitativ als auch inhaltlich erweitert. Die Umweltstiftung Lippe unterstützte das zweijährige Projekt mit einer Fördersumme von 15.400  Euro für die Einrichtung einer Stelle in geringfügiger Beschäftigung, die mit Dr. Hartmann besetzt wurde.

Ziel der Evaluation war, das bestehende Angebot der Umweltbildungseinrichtung auf den Prüfstand zu legen und die Zusammenarbeit mit den lippischen Bildungseinrichtungen zu intensivieren. In enger Kooperation mit 14 Schulen in Bad Salzuflen wurde geprüft, wie das vorhandene Angebot der Workshops von den Schulen und Kitas angenommen wird, um dieses an die aktuellen Bedarfe anzupassen.

„Im Zuge der Befragung stellten wir fest, dass die Themenfelder ‚Energie‘ und ‚Neobiota‘ eine gute Ergänzung zu der bereits bestehenden Produktpalette bieten.“, fasst Dr. Hartmann die Ergebnisse zusammen. So ist unter dem Motto „WInd, SOnne WASser funktioniert“ der sparsame Umgang mit grünem Strom, die regenerative Energiegewinnung und die Teilnahme an einer Energie-Umweltrallye möglich. In dem Begriff Neobiota sind die Begriffe neu und Leben enthalten. Bei dieser etwas anderen Form der Artenbestimmung kann man sogar waschechten „Aliens“ begegnen. So werden Pflanzen- und Tierarten genannt, die von Menschen in für sie untypische Lebensräume gebracht wurden. Beide Themenfelder bieten die Angebote zur Umweltbildung altersspezifisch gestaffelt an. Als weiteres Ergebnis der Evaluation werden zukünftig die zweimal im Jahr stattfindenden Treffen mit den Umweltreferenten und Kontaktlehrern fortgeführt. Außerdem wird sich dem Thema „Bio kann jeder – nachhaltig essen in KiTa und Schule“ gewidmet.

Sylvia Ostmann, Beiratsvorsitzende der Umweltstiftung, bewertet die intensive Zusammenarbeit zwischen den Schulen und dem Umweltbildungszentrum durchweg positiv: „Ich freue mich, dass mit unserer Hilfe ein verstärkter Dialog zwischen Schulen, Kindern und Pädagogen stattfindet. Nachhaltigkeit frühzeitig erlebbar zu machen und unsere Kinder durch aktives Mitmachen für unsere Umwelt und die bewusste Nutzung zu sensibilisieren, ist in Zeiten von zunehmend knapperen ökologischen Ressourcen enorm wichtig.“.