Hintergrund
Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen in unserer Region und sind zugleich ein wertvoller Teil der Kulturlandschaft. Heute sind sie jedoch seltener geworden und vielen Kindern im Alltag kaum noch vertraut. Gleichzeitig wächst die Bedeutung von Bildungsangeboten, die Natur unmittelbar erfahrbar machen und ein Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge schaffen. Das Projekt greift diesen Bedarf auf und bringt Kinder dorthin, wo Natur lebendig wird: direkt auf die Streuobstwiese. Begleitet durch eine erfahrene Streuobstpädagogin erhalten sie die Möglichkeit, ihre Umwelt aktiv zu entdecken und eine persönliche Beziehung zur Natur aufzubauen.
Ziel
Ziel des Projekts ist es, Kindern einen ganzheitlichen Zugang zur Natur zu ermöglichen und ihr Umweltbewusstsein nachhaltig zu stärken. Durch eigenes Erleben, Forschen und Mitmachen entwickeln sie ein Verständnis für ökologische Zusammenhänge, regionale Lebensmittel und den Wert biologischer Vielfalt. Gleichzeitig werden soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Selbstwirksamkeit gefördert.
Inhalt
Das Projekt erstreckt sich über mehrere Monate und begleitet die Kinder durch den natürlichen Jahreszyklus der Streuobstwiese – von der Blüte im Frühjahr bis zur Ernte im Herbst. In vier aufeinander abgestimmten Modulen setzen sie sich intensiv mit verschiedenen Themen auseinander: der Kulturgeschichte der Streuobstwiese, den dort wachsenden Pflanzen, den tierischen Bewohnern sowie der Ernte und Verarbeitung der Früchte. Die Kinder lernen nicht nur theoretisch, sondern vor allem durch eigenes Tun: Sie beobachten Tiere und Pflanzen, erkunden Zusammenhänge, probieren regionale Obstsorten und pressen selbst Apfelsaft. Dabei erfahren sie Natur mit Kopf, Herz und Hand und verknüpfen die einzelnen Themenbereiche zu einem ganzheitlichen Verständnis. Das Projekt orientiert sich an den Prinzipien der Bildung für nachhaltige Entwicklung und schafft so eine Grundlage für verantwortungsbewusstes Handeln.
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