Vielfältige Umweltbildung

Datum: 27. Juni 2018


Umweltstiftung Lippe

Die Umweltstiftung Lippe fördert Projekte, die sich der Umweltbildung widmen, den Austausch von



Eine idyllische Waldlichtung, zwitschernde Vögel, ein Bach plätschert munter vor sich hin. Nicht weit entfernt davon eine große Streuobstwiese in voller Blüte, mit hunderten von Insekten und Kleintieren, die dort ihr Zuhause haben. Unsere Natur ist reich und voller Schönheit. Wir müssen jedoch auf sie achten und sie nachhaltig schützen. Damit dies gelingt, gibt es die Umweltstiftung Lippe. Der Stiftungsfonds setzt sich bereits seit zehn Jahren für die Umweltbildung und den Naturschutz im schönen Lipperland ein – und zwar mit Erfolg. In der Dekade seit ihrer Gründung hat sie 452.000 Euro in 43 Projekte investiert.

Das Kapital der Umweltstiftung Lippe – zur Gründung waren es rund 778.000 Euro, inzwischen beläuft es sich auf rund 1,56 Mio. Euro – stammt aus der aufgelösten Wesertal-Umweltstiftung. Sie hatte sich in ihrer erfolgreichen Arbeit vor allem der Umweltbildung und dem Naturschutz gewidmet. Die Mitglieder des Kreistags entschieden am 13. März 2006, das freigewordene Kapital an die Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe zu übertragen, damit diese einen speziellen Stiftungsfonds mit dem Namen „Umweltstiftung Lippe“ einrichtet, der sich zukünftig denselben Themen widmen sollte.

Am 24. Juni 2008 war es dann soweit. Der Beirat der Umweltstiftung Lippe traf sich zu seiner ersten Sitzung. Seit diesem Tag dabei – und damit zehn Jahre Vorsitzende der Stiftung – ist Sylvia Ostmann, die sich noch sehr gut an die erste Sitzung erinnern kann: „Als Vorsitzende des Umweltausschusses hat der Beirat mich in den Vorsitz der Stiftung gewählt.“, berichtet sie. „Ich habe diese Aufgabe gern angenommen und mich auf die Möglichkeiten der Stiftung gefreut, mein Engagement für Lippe und seine Umwelt noch weiter zu intensivieren.“, so Ostmann.

Die erste Förderung ist damals in das GNS Senne Umweltbildungszentrum in Augustdorf geflossen, das 2006 gegründet worden war und mit der Förderung eine Anschubfinanzierung in Höhe von 45.000 Euro erhielt. „Bis heute haben wir insgesamt 42 weitere Projektförderungen beschlossen, die das Thema Umweltbildung und Naturschutz zum Teil ganz unterschiedlich angingen.“, informiert Ostmann. Die höchste Fördersumme hatte dabei der „Rolfsche Hof“ in Berlebeck für die Neuausrichtung und Erweiterung seines Umweltbildungsangebots erhalten. Die NABU Umweltbildungsstätte baute im Projektzeitraum von 2010 bis 2013 die Angebote sehr erfolgreich aus und konnte die Besucherzahlen fast verdoppeln.

Eine weitere große Fördersumme investierte die Umweltstiftung Lippe in das Projekt „Koordination der Erhaltung und Wiederbelebung von lokaler Agrobiodiversität in Westfalen-Lippe“ der Freunde des LWL-Freilichtmuseum Detmold. Im Rahmen des Projektes werden Konzepte zur dauerhaften Erhaltung gesammelter Sorten entwickelt, weitere alte Sorten gesammelt und diese ausführlich dokumentiert. Zwei Jahre nach Start des Projekts in 2014 hatten die Projektbeteiligten bereits 900 Portionen Saatgut verteilt und mehr als 300 Personen bekundeten Interesse an einer Mitarbeit der Erhaltung alter Sorten.

„Das Besondere unserer Arbeit ist die Vielfältigkeit der Projekte.“, betont Ostmann. „Als weitere Beispiele sind das mobile, grüne Klassenzimmer der Weerth-Schule in Detmold, der Besuch des Umweltkaspers in Blomberg, das Umweltbildungsticket mit der KVG Lippe für die Umweltbildungszentren und das Projekt ‚Kleine Tierfilmer‘ vom Tiere im Dorf e.V. sowie die Weiterentwicklung der Umweltbildungsangebote an der Heerser Mühle in Bad Salzuflen zu nennen.“, informiert sie.

„Wir danken den Unterstützern, die uns die vergangenen zehn Jahre durch ihr finanzielles oder personelles Engagement begleitet und unsere Arbeit bereichert haben!“, bedankt sich Ostmann abschließend und ruft auf: „Wir würden uns sehr freuen, wenn wir zukünftig auf unserem engagierten Weg weitere Unterstützer gewinnen könnten, die in Form von Spenden oder Zustiftungen unser Förderpotential noch weiter erhöhen, damit wir gemeinsam noch mehr für unsere schöne Natur in Lippe tun können!“.