Gesund aufgetischt

Kurzinfo

Die „Museumsschläfer“ im LWL-Freilichtmuseum Detmold bereiten seit Oktober 2016 ihre Mahlzeiten als Programmpunkt unter Anleitung selbst zu.

Projektdaten

  • Projektleitung: Freunde des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold e.V.
  • Fördersumme: 10.000 €
  • Laufzeit: 2016 bis 2017

Hintergrund

Seit Mai 2016 können Schülerinnen und Schüler und andere Bildungsgruppen als „Museumsschläfer“ von Mai bis September im LWL-Freilichtmuseum Detmold übernachten. Die Klassen bewohnen bei ihrer „Expedition in die Geschichte“ das historische Wohnhaus von 1877 der Familie Remberg aus Finnentrop-Fretter im Sauerland. Es gibt keine Kantine, über die eine gastronomische Versorgung abgedeckt ist. Die Klassen haben die Möglichkeit, sich während ihres Museumsaufenthalts komplett selbst zu verpflegen. Über die Museumsgastronomie ist aber auch eine Verpflegung buchbar.

Ziel

Dem LWL-Freilichtmuseum Detmold ist es aber wichtig, eine gesunde und ausgewogene Ernährung, das Wissen um die Herkunft und Produktion unserer Lebensmittel sowie damit zusammenhängende Probleme zu thematisieren und den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln. Deshalb wird die Zubereitung der Hauptmahlzeiten als Programm mit personeller Unterstützung angeboten.

Inhalt

Im Projektverlauf von November 2016 bis Oktober 2017 wurde ein Bildungskonzept für die Verpflegung der Klassen entwickelt, das neben der Verarbeitung der Lebensmittel auch deren Produktion sowie die Rahmenbedingungen thematisiert. So sollen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Gemüseanbau und beim Kochen erworben werden, aber auch soziale, ökonomische und ökologische Hintergründe erfahrbar sein. Die Teilnehmenden dazu anzuregen, sich selbst gesund zu ernähren, ist dabei das Hauptanliegen.

Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung sieht das Konzept verschiedene Bausteine vor. Dabei sind zwei Schwerpunkte obligatorisch: der Gartendienst „Ab ins Beet“ und das gemeinsame Zubereiten von gesunden Mahlzeiten „Vom Garten in den Topf“. Darüber hinaus sind verschiedene Bausteine zusätzlich buchbar, die mit unterschiedlichen Methoden durchgeführt werden können.

Im Projektzeitraum wurde im Hof Remberg der „Backes“, ein Kellerraum mit Ofen, eingerichtet. Es wurden Arbeitsplätze und -geräte anschafft und in Betrieb genommen. Erste Übernachtungsgruppen nutzten das Angebot und backten ihr Brot selbst. Es fanden Probeworkshops statt, in denen Gemüsesuppen gekocht oder Pizzen gebacken wurden.

Im Rahmen einer Projektwoche mit einer örtlichen Grundschule entstand im Garten des Hofes Remberg ein Hochbeet aus Weiden. Dieses wird von den Übernachtungsgruppen eigenverantwortlich bepflanzt, die Pflanzen sollen gepflegt, geerntet und verarbeitet werden können.

Zukunft

Für die Zukunft besteht bei den Projektbeteiligten bei Abschluss des Projekts der Wunsch, einen Nutzgarten (Hofgarten) beim Hof Remberg anzulegen, wenn sich die Nutzung der Hochbeete etabliert hat und eine durchgängige Bewirtschaftung organisiert ist.

Das entwickelte Programm soll zudem auch als Angebot ausgebaut werden, das ebenfalls für Schulklassen zur Verfügung steht, die nicht im Museum übernachten. Mit Stand Januar 2018 war in diesem Rahmen eine Museumsrallye in der Entwicklung.